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Islamwissenschaftler: Gesellschaft muss sich in der Begegnung mit Muslimen ihrer eigenen Werte bewusst werden

- 20.02.2018 - 

Der Zuzug muslimischer Flüchtlinge fordert die Gesellschaft heraus, sich ihrer eigenen Werte bewusst zu werden. Diese Ansicht vertrat der Islamwissenschaftler Carsten Polanz von der Freien Theologischen Hochschule (Gießen) bei der Pfarrkonferenz in Niefern-Öschelbronn. Vor rund 40 Theologen und Mitarbeitern aus den 16 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Pforzheim-Land plädierte er für eine sachliche, inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Islam und für Mut zur persönlichen Begegnung mit Muslimen.

Quelle: Claudius Schillinger
Der Islamwissenschaftler Carsten Polanz plädierte bei der Pfarrkonferenz zur sachlichen Auseinandersetzung mit Muslimen.

Laut Polanz sind derzeit viele Menschen in Europa sprachlos, wenn es um Gottes-, Werte- und Sinnfragen geht. Die islamische Herausforderung sei insofern auch eine Chance, den eigenen christlichen Glauben wiederzuentdecken oder besser kennenzulernen.

Fundamentale Unterschiede im Gottesbild

Laut dem Islamwissenschaftler gibt es manche Überschneidungen zwischen dem christlichen und dem muslimischen Glauben, aber auch fundamentale Unterschiede. Dies werde deutlich, wenn man "Begriffsschalen knacke" und Inhalte benenne. So glauben Christen, dass sich Gott selbst in Jesus Christus offenbart hat. Wer Jesus sieht, sieht den Vater. Dem gegenüber komme Gott nach dem muslimischen Glauben nicht persönlich in diese Welt.

Glaubens- und Meinungsfreiheit gilt für alle

Der Islamwissenschaftler sprach sich bei der Tagung dafür aus, den klassischen Toleranzgedanken wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Demzufolge setze Toleranz starke eigene Überzeugungen voraus. Polanz kritisierte, dass Toleranz heute oft mit Gleich-Gültigkeit und Beliebigkeit verwechselt werde. Demnach sei alles gleich gut und jede Wahrheit relativ. Dieser Relativismus werde aber absolut gesetzt und verhindere dadurch dringend notwendige Sachdebatten. Viele Christen scheuten sich in der Folge, für ihren Glauben klar Position zu beziehen. "Wir leben aber in einem Land mit Glaubens- und Meinungsfreiheit. Das gilt für Christen und Muslime sowie alle anderen gesellschaftlichen Gruppen", so Polanz. Ein Wahrheitsanspruch ist ihm zufolge nur dann ein Problem, wenn er zum Machtanspruch und Freiheit als Einbahnstraße verstanden wird sowie keine Bereitschaft zur Selbstkritik vorhanden ist.

Muslimische Radikalisierung auch auf die Theologie zurückzuführen

Polanz nahm auch Stellung zur aktuellen islamischen Identitätskrise. Viele Muslime seien angesichts von Gewalt und Diskriminierung im islamischen Namen verunsichert, manche forderten eine grundlegende Reform. Terror und Radikalisierung sind demnach nicht allein auf wirtschaftliche oder soziale Faktoren zurückzuführen. Auch die enge Verknüpfung von religiöser Verkündigung und weltlicher Machtausübung in den islamischen Quellen müsse selbstkritischer in den Blick genommen werden. "Eines der größten Probleme ist die bis heute weit verbreitete Kriminalisierung des Religionswechsels, die im krassen Widerspruch zum Grundgesetz steht", so Polanz.

Kirche soll missionarischen Auftrag nicht aus dem Blick verlieren

Der Islamwissenschaftler sprach sich auch dafür aus, dass die Kirche ihren missionarischen Auftrag zur friedlichen Verkündigung des Evangeliums nicht aus dem Blick verliert. Christen müssten wieder lernen, die Schätze ihres Glaubens in verständliche Worte zu fassen und überzeugend vorzuleben. Polanz ermutigte ferner dazu, für muslimische Mitbürger und gesellschaftliche und politische Verantwortungsträger zu beten und darauf zu vertrauen, dass Gebet etwas bewirke.

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Wer sucht, ist fokussiert. Fokussiert auf das, was er sucht. Wer jagt, ist fokussiert. Fokussiert auf das, was er jagt. „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15) Fokussiere dich voll und ganz auf den Frieden! Was genau nehme ich da in den Fokus? Meine persönliche Vorstellung vom Frieden? Eine gelehrte Definition? Besser finde ich Psalm 25,15: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn“. Denn „er ist unser Friede“ (Epheser 2,14). Ohne Jesus renne ich in die Falle des Bösen, von dem ich mich abwenden soll (Psalm 34,14). Ohne Jesus werde ich selbst zum Gejagten. Nur mit Jesus finde ich Frieden und kann Frieden stiften.
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