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„Mutausbrüche“ sichern die Zukunft der Kirche

- 01.11.2018 - 

Damit die Kirche eine Zukunft hat, muss sie zu „Mutausbrüchen“ führen. Ihr gesellschaftlicher Einfluss liegt vor allem darin begründet, welche Erfahrungen die Christen mit Gott machen und weitergeben. Diese Ansicht vertrat Pfarrer Rüdiger Popp vom Temple Neuf in Straßburg bei der Reformationsfeier der Kirchenbezirke Pforzheim-Stadt und -Land in der Pforzheimer Stadtkirche.

Quelle: privat
Pfarrer Rüdiger Popp zeigte bei der Reformationsfeier in der Pforzheimer Stadtkirche auf, wie Kirche Zukunft hat. Bild: privat
Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Ist das noch Kirche, oder kann das schon weg?! – Verändern und sich treu bleiben – Kirche auf dem Weg in die Zukunft“. Vor rund 200 Gottesdienstbesuchern sagte Popp, dass Kirche der Ort sei, wo das Leben der Christen mit Gott auch zum Zeugnis für die Welt werde. „Es ist nicht meine Privatsache, dass ich bei Gott bin und er bei mir.“ Dabei komme es in der Kirche immer auf den Einzelnen an, denn dass dieser Mut erhielte, sei wichtiger als die Macht der Masse. Popp, der in Bayern aufwuchs und 2005 in Frankreich zum Pfarrer ordiniert wurde, verwies auf die Situation der evangelischen Kirchen in Frankreich. Nur rund drei Prozent und damit zwei Millionen Franzosen seien evangelisch. Die Kirchen finanzieren ihre Arbeit mit Ausnahme von Elsass und der Mosel über Spenden und sind als Vereine organisiert. Die Anwendung des Vereinsrechts auf die Kirche habe eine unübersehbare Konsequenz: „Die Ortsgemeinden sind automatisch der Ausgangspunkt des kirchlichen Lebens.“ Das bedeutet, dass die Kirche langfristig – auch finanziell – nur durch gesunde Gemeinden existiere. Nach Ansicht von Popp muss vom Neuen Testament her aber der Mitgliederschwund der Volkskirche nicht mit einem Verlust von geistlicher Autorität und Authentizität einhergehen. Letztlich gehe es nicht um den Erhalt vergangener Machtpositionen, sondern um die Gegenwart Gottes.
 
Beteiligung durch Mitglieder „beglückende Erfahrung“
 
Wie Popp unter Berufung auf den Apostel Paulus weiter sagte, „kommt Kirche immer zur Unzeit.“ Sie lade nämlich dazu ein, den Verstand in einer neuen Weise zu gebrauchen. Sie sei unangepasst, weil sie sich weder „am Steigerungszwang der Neureichen noch am Entschleunigungsdruck der Altklugen“ beteilige. Wie Popp weiter sagte, bestehe Kirche eben nicht darin, dass Menschen die gleichen Interessen haben, sie entstehe auch nicht dadurch, dass Menschen sich gegenseitig mögen. Kirche entsteht durch das Wirken des Evangeliums.“ Die frohe Botschaft von der vorbehaltlosen Zuwendung Gottes zu jedem Menschen in Jesus Christus mache den Menschen zu Mitwirkenden. Kirche habe dann eine Zukunft, wenn sie ein Ort der Mitwirkung und der Mitarbeit werde. Um zu verhindern, dass sie sich oft selbst im Wege stehe, müsse sie „den Umweg über den anderen“ in Kauf nehmen: Keiner solle sich selbst genügen können. Laut Popp haben die französischen Kirchen die Erfahrung gemacht, dass ihre Schwäche nicht der Geldmangel ist; ihre Stärke und „beglückende Erfahrung“ ist die Beteiligung und Mitarbeit durch ihre Mitglieder. Dabei verschwänden auch die Schranken zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen.
Den Gottesdienst umrahmten musikalisch Bezirkschöre und ein Bläserensemble unter der Leitung von Bezirkskantor Wolfgang Bürck und Christian Künzler. Geleitet wurde er von Dekanin Christiane Quincke und Dekan Christoph Glimpel.
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Pfarrer Rüdiger Popp zeigte bei der Reformationsfeier in der Pforzheimer Stadtkirche auf, wie Kirche Zukunft hat. Bild: privat

Autor / Autorin
Claudius Schillinger
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